
Ein Bericht für eine Akademie
von Franz Kafkaeine Produktion von disdance project und coop05
mit
Regie: Gerhard Roiß
Tanz/ Choreografie: Paula Scherf
Schauspiel: Bastian Zeßner
Video/ Assistenz: André Lehnert
Eine theatrale Darbietung für eine Tänzerin, ein Äffchen und einen ziemlich großen Fernseher zur Standortbestimmung des Menschen im Universum.
In Afrika wird ein Affe aus einer Herde heraus angeschossen, auf ein Schiff geschleppt und nach Europa gebracht, wo er verkauft und dressiert werden soll. Um der Gefangenschaft und damit dem Tod zu entrinnen, beschließt er, Mensch zu werden.
Ein Trashperiment zur Standortbestimmung des Menschen im Universum.
Mehr Info unter http://www.disdanceproject.de Kartenvorbestellungen unter 0221-7894881 & info@disdanceproject.de
Diese Aufführung wird gefördert vom Kuluramt der Stadt Köln.
NOMINIERT ZUM KÖLNER THEATERPREIS 2008!
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Mobil
Comèdia telefònica digital von Sergi Belbelmit: Mirka Flögl, Gabriele Kosack, Verena Plangger, Stefan Aretz
Regie: Verena Plangger
Alle Welt ist mobil. Fast alle Welt. Nur Sara nicht. Die ist Mitte 50, hasst Handys, Flugzeuge und Reisen überhaupt. Doch gerade sie bekommt von ihrer Tochter Rosa einen Urlaub geschenkt. Und ein Mobiltelefon – damit sie in Verbindung bleiben kön-nen. Claudia dagegen, Ende 40, Fabrikantenwitwe und Ex-Callgirl, telefoniert, wo sie geht und steht. Meist mit Jan, zwanzig Jahre jünger als sie und offensichtlich von ihr abhängig. Als dann auf dem Flughafen, wo alle aufeinander treffen, eine Bombe exp-lodiert, entsteht eine verrückte, alle Regeln des Alltags und des Alters sprengende Beziehungskomödie über die große Liebe, späte Rache und die Befreiung von einer großen Lebenslüge.
Diese Aufführung wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.
Weitere Termine: 28. - 31.5., 11., 13. + 14.6. und ab September 08
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Gutmenschen
(„The Altruists“)von Nicky Silver
Regie: Wolfram Zimmermann
mit: Juliane Ledwoch, Sandra Kouba,
Jörg Kernbach, Marcel Batangtaris, Jens Hajek
Premiere: 13. März 2008
Nicky Silver (geb. 1960) schrieb diese schrille Komödie 1998. Sie ist frech, subversiv und in jedem Fall politisch unkorrekt. Extrem temporeich, quasi in filmischen Überblendungen und mit brillantem Sprachwitz lässt Silver die Maske der Nächstenliebe zerbröckeln. Parolen der Vernunft und der Moral werden zu leeren Phrasen. Eine amüsante und zugleich erschreckende Satire.
Rasantes Tempo, vorzügliche Darsteller KR
Wieder im Spielplan vom 26. - 28. Juni (zum voraussichtlich letzten Mal)
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Robinson & Crusoe
von Nino D’Introna und Giacomo Ravicchio
Eine Produktion des Ali Jalaly Ensemble
Regie: Ali Jalaly
Bühne: Peter Busmann
Die beiden italienischen Schauspieler und Autoren Nino d`Introna und Giacomo Ravicchio haben 1985 ein Stück mit viel Witz und Komik entwickelt, das inzwischen schon ein Klassiker ist. Dem Roman "Die Abenteuer des Robinson Crusoe" von Daniel Defoe sind die Motive Insel, Fremde und die Unmöglichkeit, sich mittels Sprache verständlich zu machen, entlehnt. Aus dieser Grundsituation haben die beiden eine neue Geschichte um Krieg und Frieden und um Kommunikation gewonnen.
Mitten im Meer treffen zwei Soldaten aufeinander. Sie sprechen verschiedene Sprachen und ihre Länder befinden sich im Kriegszustand, vielleicht sind sie sogar die einzigen Überlebenden. In der Abgeschlossenheit dieser Insel stoßen sie aufeinander, bekämpfen sich zuerst, lernen trotz der fremden Sprache den andern langsam zu verstehen und werden am Ende Freunde.
Aus intensiver Körperlichkeit geprägten Dialogsituationen, knallharten Machtspiele, Furcht aber auch gemeinsamen Erinnerungen, Sehnsüchte und Skurriles rhythmisieren den erbarmungslosen Kampf ums Dasein, entsteht nicht nur wunderbar Komisches, sondern auch psychologisch Feines, das unter die Haut geht.
Großer Premierenapplaus für eine humanistische Parabel KStA
Frieden durch Verständigung ... schlitzohrige Satire ... humorige Verwicklungen KR
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Die Welle
Theaterstück von Reinhold Tritt nach einem Experiment von Ron Jones über faschistoidesDenken und Handeln, Textfassung O. Binder und Aly-Jalaly-Ensemble
mit: J. Burgmer, P. Danne, J. Feeß, B. Gödde, A. Hildenbert und J. Philipp Peters
Bühne: Peter Busmann
Regie: Ali Jalaly
„Wie konnten die Menschen damals so etwas zulassen?“, so lautete die Frage einerSchülerin, nachdem im Unterricht ein Dokumentationsfilm über die Gräuel des NS-Staats gezeigt wurde. Für den damaligen Lehrer, Ron Jones, war diese Frage Anlass für einen Selbstversuch. Er initiierte an einer amerikanischen High School in den 60ziger Jahren eine Bewegung namens „Die Welle“ und war selber davon überrascht, wie bereitwillig sich dieSchüler manipulieren ließen. Was als harmloser Unterrichtsversuch begann, entwickelte eine solche Dynamik, dass schließlich Ausgrenzung, Bedrohung von Minderheiten und Andersdenkenden bis hin zur ideologisierten Gewaltanwendung den Schulalltag bestimmten.
Dass solche Ausschreitungen jedoch nicht der Vergangenheit angehören, zeigte dieser Tage wieder „der Gewaltexzess gegen acht Inder im sächsischen Mügeln“, der „parteiübergreifend einen Sturm der Entrüstung ausgelöst und die Debatte über Rechtsextremismus ... neu entfacht“ hat (http://www.n-tv.de/841603.html).
Seit Anfang August haben die Proben zum neusten Projekt des Ali Jalaly Ensembles begonnen. Auch diesmal thematisiert Jalaly, bekannt durch seine politisch engagierte Theaterarbeit, aktuelles Zeitgeschehen. Zeigt die Handlung der „Welle“ doch auf ebenso einfache, wie eindrucksvolle Weise diejenigen Wirkungsmechanismen, deren sich die Manipulationsmaschinerie im Großen wie im Kleinen bedient. Allein das Instrumentarium der Ideologisierung ist heutzutage subtiler geworden, bezieht sich mehr aufs Individuum,denn auf die Masse
Auch für Schüler dürfte dieses Projekt von Interesse sein, da Jugendliche noch kein festesWeltbild entwickelt haben und deswegen anfällig sind für Manipulationen jeglicher Art. Sich dieser Anfälligkeit bewusst zu werden, wäre, sozusagen, als pädagogischer Ansatz des Projekts zu bezeichnen. Um Jugendlichen die Identifikation mit dem Bühnengeschehen zu vereinfachen, arbeitet Jalaly diesmal mit einem jungen Ensemble. Für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet der namhafte Architekt Peter Busmann.
Brandaktuell. Begeisterter Applaus. KR
Gelungenes Lehrstück gegen Rechtsextremismus KStA
Wieder im Spielplan: 19.-22.5., jeweils 19:30
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Die Wahlverwandtschaften
Schauspiel nach dem Roman von Johann W. Goethe
mit Francesco Russo, Miklós Horváth, Juliane Ledwoch, Sandra Kouba sowie Christian Hecker
Regie: Volker Lippmann
Wahlverwandtschaft – mit diesem Begriff bezeichnet man die Eigenschaft bestimmter chemischer Elemente, bei der Annäherung an andere Stoffe ihre bestehenden Verbindungen zu lösen und sich mit den neuen Elementen – gleichsam „wahlverwandtschaftlich“- zu vereinigen. Goethe überträgt dieses Kräftespiel von Anziehung und Abstoßung auf den Bereich der Geschlechterbeziehungen.
In der Handlung des 1809 erschienenen Romans zieht sich Eduard, ein vermögender Baron, mit seiner Ehefrau Charlotte auf sein Landgut zurück. Nachdem beide zuvor auf Druck ihrer Eltern mit ungeliebten Partnern liiert waren, wollen sie hier, in arkadischer Abgeschiedenheit, „ das früh so sehnlich gewünschte, endlich spät erlangte Glück ungestört genießen.“ Sie widmen sich der Umgestaltung der das Schloss umgebenden wilden Natur in eine kunstvoll geordnete Parkanlage. In die Idylle bricht Otto ein, ein langjähriger Freund Eduards, der unverschuldet in Not geraten ist und jetzt eine neue Bleibe sucht. Charlotte plagen diffuse Ängste
Goethes Roman spielt gegensätzliche Lebensmodelle und Liebeskonzepte durch: leidenschaftlich-ungebundener Liebe steht ehelich–institutionalisierte Liebe unversöhnlich gegenüber. Hin – und hergerissen zwischen natürlicher Neigung und gesellschaftlicher Moral verstricken sich die vier Protagonisten in einen Krieg, den keiner von ihnen gewinnen kann. Ohne erhobenen Zeigefinger beschreibt der Weimarer Dichter diesen tragisch endenden Konflikt in einer präzisen und zugleich betörend schönen Sprache, die gerade auf der Bühne einen Sog entwickelt, der die Zuschauer gleichsam in das Geschehen hineinzieht.
Mitreißende Momente - das ist feingemachtes Theater. KR
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Das Zeitalter der schnellen Liebe
„Liebe und Sex betrifft uns alle!“
„Wie viele hatten Sie schon?“
„Ich hoffe nur, Sie schützen sich!“
„Es geht mir um die Reflexion!“
Eine poetische Performance mit Gila Abutalebi und Volker Lippmann
Regie: Volker Lippmann
Wie war das noch mit der Liebe? Verliebt, verlobt, verheiratet, bis dass der Tod Euch scheidet? Vielleicht etwas veraltet, aber ist es nicht so, dass die meisten Beziehungen zwischen zwei sich eigentlich und wahrscheinlich und doch wieder nur vielleicht liebenden Menschen immer schnelllebiger bzw. kurzlebiger werden? Es gibt immer mehr Singles, die Scheidungsraten nehmen zu, die Liebenden werden oftmals zu Feinden, die Verlassenen zu traurigen Gestalten. Egomanengesellschaft? Wegwerfgesellschaft? Nur eines bleibt allen: die Sehnsucht!
In ihren poetischen, anregenden Monologen macht sich die Kölner Künstlerin Gila Abutalebi zum Sprachrohr der Emotionen und regt beim Leser und Zuhörer bewusst provokant und gekonnt die Reflexion über das eigene Dasein an.
Das Zeitalter der schnellen Liebe ist unterteilt in die Ausstellung „Transparente Lyrik“ und dem Soloprogramm „Eine poetische Performance“.
In ihrem Soloprogramm „Eine poetische Performance“ übernimmt Gila Abutalebi die Rolle der Emotionen im Zeitalter der schnellen Liebe, spricht aus, was gern verschwiegen wird und bricht so manch einen persönlichen Gedanken.
+++ Das Zeitalter der schnellen Liebe findet vom 28.09.2007 bis zum 06.03.2008 als Gesamtaktion im Lichtenberg, Stanton, Bauturm, La Büff, Feynsinn, Vreiheit und Tiefrot statt, um über den Verkauf der „Transparenten Lyrik“ 50 % der Erlöse an die AIDS-Hilfe Köln zu spenden +++
Gila Abutalebi lädt die Gäste dazu ein, auch ihre Beiträge zum Thema mitzugestalten. (siehe: www.gilaabutalebi.de/de/textundstimme_04.html )
Kontakt:
www.gilaabutalebi.de
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23.5.2007 Nervensägen
von Günter Overmannmit: Fabienne Hesse, Gabriele Kosack, Jürgen Clemens, Marc Zabinski, Waldemar Hooge
Regie: Volker Lippmann und Günter Overmann
Ein erstes Date ist immer etwas Besonderes. Vor allem dann, wenn man sich in einer Single-Börse im Internet kennengelernt hat. Aber wenn dazu noch diverse Besserwisser, von der Liebe Frustrierte und ein ignoranter Diener - kurz jede Menge Nervensägen - die Parkbank okkupieren, auf der das Date stattfinden soll, wird es schwer, sehr schwer, fast unmöglich, dass man noch zusammenkommt. Obwohl man doch eigentlich möchte. Und auch zusammenpasst. Aber es will einfach nicht gehen. Und so muss am Ende Herr Molière persönlich eingreifen, damit es angesichts der aussichtslosen Situation noch zum ersehnten Happy-End kommt.
Pressestimmen:
Eine bravouröse Leistung von Regie und dem fünfköpfigen Ensemble, das sämtliche Rollen spielt, haben eine mitreißende, tiefsinnige, moderne Komödie nach alter Vorlage entstehen lassen." - Aufführung des Monats
Kölner 09/07
brillant geschrieben... eine prächtige Komödie
Kölner Stadt-Anzeiger
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5.10.2007 Fragile!
mit Yasmin Cauli, Aydin Isik, Radostina Vasileva, Mustafa Zekir, Evelin TzortzakisRegie: Nedjo Osman | eine Produktion des Theaters TKO
> Premiere Fr 05. Oktober | weitere Termine: 06./24./25. 10. um 20.30h
»Wenn auch nur ein Traum wahr wird, können die anderen Träume bleiben«
Mila träumt davon Star eines Musicals zu werden, ist aber zur Zeit Star eines obskuren Night Clubs in London. Marko träumt davon Komiker zu werden, arbeitet zur Zeit aber als Kellner. Gaylewird möchte eines Tages eine bekannte Künstlerin werden, arbeitet zur Zeit mit Flüchtlingen. Erik war Kriegsreporter in Bosnien und hat eine Explosion erlebt. Für ihn ist das Leben ist nur noch Genuß. Sie alle sind suchend nach London gekommen, weil sie hofften dort zu finden, was nirgendwo anders zu finden ist. Während sie darauf warten, dass das „erwünschte Leben“ anfängt, begegnen sie einander in Mickis Night Club. Doch hier erfüllen sich ihre Erwartungen überhaupt nicht ...
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12.4.2005 Die Grönholm-Methode
- nominiert zum Kölner Theaterpreis 2007 -
von Jordi Galceran
mit: Katherina Wolter, Jörg Kernbach, Thomas Pohn und Carlos Garcia Piedra
Regie: Wolfram Zimmermann
„Wir suchen nicht einen guten Menschen,der nach außen Arschloch ist. Was wir suchen ist ein Arschloch, das nach außen ein guter Mensch ist.“
Die Grönholm-Methode von Jordi Galceran (geb. 1964 in Barcelona),2003 in Barcelona und Madrid uraufgeführt, kommt nach großen Erfolgen auf spanischen und mittlerweile mehr als 40 deutschen Bühnen nach Köln. Eine Frau und drei Männer bewerben sich um einen Managerposten in einem multinationalen Konzern. Beim abschließenden Vorstellungsgespräch werden sie aufeinander losgelassen. Ein subtiler Psychokrieg voller Finten und Tücke, zwischen Horror und Komik, nimmt seinen Lauf. Hochaktueller Psychokrimi der Extraklasse und sarkastischer Kommentar auf die immer aggressiver werdenden Methoden auf dem Arbeitsmarkt.
Pressestimmen:
Der spanische Autor Jordi Galceran zieht mit seiner 2003 uraufgeführten, scharfen Analyse die Schraube ein zynisches Stück weiter an als das thematisch ähnliche „Top Dogs“. Regisseur Wolfram Zimmermann inszeniert seine Protagonisten mit einem geradezu filmischen Naturalismus in einm kargen Konferenzraum, so dass nichts von dem Genuss ablenkt, die intelligenten Wendungen der Handlung zu enträtseln und das brillant aufspielende Ensemble bei der Entwicklung zu beobachten. Lang anhaltender Premierenapplaus.
KstA April 2007
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21.5.2004 Die Gerechten von Albert Camus
eine Produktion des Theater TIEFROTmit Volker Lippmann, Josef Tratnik, Hans Kieseier, Dada Stievermann, Juliane Ledwoch, Marion Mainka, Janosch Roloff
Eine Gruppe russischer Anarchisten beseitigt 1905 den Großfürsten Sergius durch einen Bombenanschlag. Innerhalb der Gruppe steht der schwärmerische idealistische Iwan Kaliajew, der auf den Mordanschlag verzichtet, sobald unschuldige Kinder mit unter die Opfer geraten, dem fanatisch entschlossenen Stepan gegenüber, der nur sein politisches Ziel sieht. Kaliagew tötet den Fürsten und sühnt seine Tat, indem er auf Begnadigung verzichtet und sich hinrichten lässt. Er lehnt die Ideologie, die über Leichen geht, wie sie Stepan verkörpert, ab: "Ich habe eingewilligt zu töten, um die Gewaltherrschaft zu stürzen. Aber hinter deinen Worten sehe ich eine Gewaltherrschaft aufsteigen, die, wenn sie morgen die Macht ergreift, einen Mörder aus mir macht, während ich versuche, ein Rechtsvollstrecker zu sein."
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"Fessle mich!" ("Átame")
von Volker Maria Engel nach dem Film "Fessle mich!" (Átame !) von Pedro Almodóvar
Es ist ungewöhnlich, dass an die Stelle eines Filmes ein Theaterstück tritt. Theater Tiefrot will mit seiner Inszenierung des bizarren, burlesken Stoffs des spanischen Kultregisseurs und Oskarpreisträgers Almodóvar versuchen, ein fesselndes kurzes "Kammerspiel um ein Bett" auf die Bühne zu bringen. Ricky, ein verrückter Typ, eben aus dem Waisenhaus, der Psychiatrie entronnen, sehnt sich nach Normalität im bürgerlichen Alltag. Er ist besessen von seiner Liebe zu Marina, einer drogenabhängigen Pornodarstellerin und Prostituierten und will diese zur Liebe zwingen. "Es ist eine wollende Liebe", die Heirat, Kinder und kleinbürgerliches Leben ersehnt. Ricky dringt in Marinas Wohnung ein, fesselt sie, erklärt ihr seine Liebe, umsorgt sie, besorgt ihr Morphium gegen Zahnschmerz und Turkey, lässt sich für sie zusammenschlagen und wird sie schließlich begatten. Marina, die sich am Anfang so wehrte, wird ihn lieben. Alles wird tatsächlich gut.
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30.1.2005 Uraufführung "Bruder Moliere"
Schauspiel von Gerold Theobalt nach Michail BulgakowRegie: Uwe John
mit Mario Böttrich, Tanja Haller, Waldemar Hoge, Hans Kieseier, Juliane Ledwoch, Volker Lippmann, Mark Zabinski
Moskau, April 1930 - Es klingelt im Hause des Schriftstellers Michail Bulgakow das Telefon. Der Anrufer ist kein geringerer als Stalin. Er will den ebenso talentierten wie unbotmäßigen Dramatiker überreden, seinen Ausreiseantrag zurückzuziehen, um künftig als Aushängeschild der Bolschewiki am renommierten Moskauer Künstlertheater zu arbeiten. Der Anruf des kommunistischen Diktators stürzt Bulgakow in eine tiefe Krise. Endlich kann sein neues Stück über Moliere von Stanislawski uraufgeführt werden. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte, weil lebensgefährliche lautet : Moliere, die Titelfigur, ist unzweifelhaft Bulgakows alter ego
Das Schauspiel verknüpft Episoden aus dem Leben Molieres mit den Ereignissen um Bulgakow zu einem brisanten Spiel um die Rolle des Künstlers in Zeiten der Diktatur.
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12.4.2002 Baal von Bertolt Brecht
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Goethe: FAUST. Der Pakt
mit Christine Sohn
»Christine Sohn spielt Goethes „Faust“. Genauer gesagt, den ersten Teil des ersten Teils, also „Faust 1 – Der Pakt“. Ungestrichen und ganz alleine alle 35 teilweise sehr kleine und treffend skizzierte Rollen. Mit nichts als einem Tisch, einem Stuhl und einem Becken. [...] In den meisten großen Faust-Inszenierungen geht es um die intellektuelle Krise, bei Christine Sohn steht jedoch die Magie im Vordergrund.«
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Die Erzählung der Magd ZERLINE
von Herrmann Broch
Inszenierung und Bühne: Valentin Jeker
Mit: Sabine Wackernagel und Valentin Jeker
An einem sommerlichen Nachmittag erzählt die Magd Zerline dem Untermieter A. des Hauses der Baronin, der sie seit mehr als 30 Jahren dient, ihre Lebensgeschich-te. Eifersüchtig, machthungrig und willensstark leidet die Magd Zerline an ihrer unter-geordneten sozialen Stellung so sehr, dass ihre Klugheit sich in eine Art Sklaven-schlauheit verbogen hat. Doch trotz ihres Scheiterns ist ihre Erzählung eine große Liebesgeschichte. Sabine Wackernagel ist Zerline in der Inszenierung von Valentin Jeker, der auch den Untermieter A. spielt.
Sabine Wackernagel entwickelt diesen demaskierenden Monolog mit atemberaubender Direktheit und Präsenz, wechselt von der Melancholie des Erkennens in stillen, ruhigen Passagen zu einem jähen, aufbrausenden Erinnern. Was da auf der Bühne mit den nur wenigen Requisiten zu sehen ist, ist ein kleines Kammerspiel… Reflektionen über Liebe und die vergängliche Lust, über Rache und Selbstzerstörung, kostbar und nachhaltig. (HNA 11. April 2009)
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Das Zeitalter der schnellen Liebe
Eine poetische Performance mit Gila Abutalebi und Volker Lippmann
...ein Mann - eine Frau...sie tragen vor....wie ein Gespräch fließen Worte und Gefühle in den Raum zwischen den beiden, sie lässt ihn ihre Gedanken lesen... man glaubt ihm seine Gefühle... Mann? Frau? das Leiden der schnellen Liebe...die Austauschbarkeit, Verletzungen, der Reiz, das Hoffen - sie provoziert!, schaut mir in die Augen...meinem Begleiter - lange... ist unglaublich präsent und attraktiv, sagt und fühlt unbequemes.....und wir sind alle eingeladen mitzufühlen und unsre Gedanken mit ihr zu teilen... Ich? so beeindruckt von den Worten und dem Fühlen hab die ganze Nacht ihre Stimme geträumt..... - die Frau mit dem Hund - Schille Theater Leipzig
weitere Infos: www.gilaabutalebi.de
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Die Weiße Rose
von Lars Zastrow und Janosch Roloff
Eine Produktion des nö-theater Köln
mit: Caroline Kur, Philipp Gramlich, Till Klein, Albert Klütsch und Janosch Roloff
Nominiert zum Kurt-Hackenberg-Preis 2009
München 1943 - Der Volksgerichtshof verurteilt die Kerngruppe der Weißen Rose zum Tod durch das Fallbeil.Mai 1949 - Gründung einer jungen Republik.
Diesmal soll alles anders werden. Diesmal neue Helden. Diesmal Schiller statt Nietzsche, Beethoven statt Wagner und diesmal Sophie Scholl anstelle von Otto von Bismarck.
Blickt man hinter die Heldenmaske einer historischen Figur, scheinen alle einfachen Wahrheiten zu verschwimmen.
Alles Vertraute, was einst so leicht zu verdauen schien, wirkt plötzlich grob und sperrig.
Aber wenn die Verwirrung komplett ist und Sophie Scholl von einem Musterbeispiel der Zivilcourage zur Galionsfigur nationalen Widerstands geworden ist -
dann mag das Wunder geschehen und plötzlich kommt hinter der Heldenfratze etwas zum Vorschein: die Erkenntnis, dass wir es mit einem Menschen zu tun haben.
Vielschichtige Collage. (akt 2)
Aufwühlendes Theater (ksta)
Rasant und Temporeich inszeniert. (KR )
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Die Sanfte
nach der Erzählung von Fjodor Dostojewskij
Szenische Lesung mit Volker Lippmann und Clara Gerst
Idee: Dr. Peter Borschardt
Regie-Mitarbeit: Katharina Amling
Premiere: 25.3.09, weitere Termine: 27. und 28. März und im Mai
Eine junge Frau flüchtet aus Armut und dem beklemmenden Leben als Waise bei ihren Tanten in die Ehe mit einem Pfandleiher. Doch diese Ehe wird nicht glücklich, sodass die „Sanfte“ sich den Herrschaftsansprüchen über sie, den Ritualen von Macht und Unterwerfung in ihrer Ehe zu entziehen sucht. Doch vergeblich, und am Ende sieht sie keinen anderen Weg der Verweigerung als den freiwilligen Tod.
Die psychologisch eindringlichste Erzählung Dostojewskijs – erstmals auf einer Kölner Bühne.
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Der Narr des Königs
Erzähltheater für Erwachsene und für Kinder ab 8 JahrenMit Anke Siefken
Regie : Sebastian Wirth, Renate Ziegler
Der viel zu früh verstorbene geniale Zeichner und Bühnenautor, hat eine zauberhafte Version der Grimmschen Geschichte vom Teufel mit den 3 goldenen Haaren verfasst. In rasantem Tempo verwandelt sich die Schauspielerin Anke Siefken sowohl in die Erzählfigur des Narren als auch in alle anderen 40 Rollen mit viel Witz und Einfallsreichtum. Da wird gelispelt, gesungen, getänzelt, geküsst, geweint, gerudert und Motorrad gefahren. Da ist einer in einer Glückshaut geboren und trotzt strahlend den Widrigkeiten des Lebens.. Wer sich auf eine Reise in ein literarisch brilliant geschriebenes Märchen einlassen mag, wird bestens unterhalten und erlebt ganz nebenbei, wie viel Kraft im positiven Denken liegt!
Presse:
Ein 60-minütiges Theatervergnügen, daß die kleinen wie großen Zuschauer aus dem Lachen und Staunen nicht mehr hinauskom-men.
Süddeutsche Zeitung
Waechters Stück verliert die Märchenvorlage niemals aus den Augen, und doch steckt es voll von Komik, von beißender Satire und Gesellschaftskritik. Ein grandioses Theatererlebnis, für Kinder und Erwachsene. Münchner Merkur
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Liebesspiele
tragische Komödie nach "On ne badine pas avec l'amour" von Alfred de MussetÜbersetzung und Fassung: Günter Overmann
Regie: Gila Abutalebi und Volker Lippmann
Kostüme: Dejan Radulovic
mit: Gila Abutalebi, Clara Gerst, Fabienne Hesse, Philipp Danne, Björn Gödde, Volker Lippmann, Marcus M. Mies, Matthias van den Berg
MAN SPIELT NICHT MIT DER LIEBE... eine Komödie, die die Grenzen ihres Genres überschreitet und als Tragödie endet: Perdican und Camille, die sich seit Kinderzeiten kennen (und lieben), sollen nun, da Perdican die Universität beendet hat, endlich heiraten. Doch bestärkt durch skurille Ratgeber, bzw. Lehrer(innen) und bigotte Prediger finden die beiden nicht mehr zusammen. Perdican tröstet sich mit dem Bauernmädchen Rosette, das zum Spielball der beiden an Erziehung so reichen, aber an Erfahrung so armen Liebenden wird und, als sich Predican und Camille endlich doch finden, ihre Liebe zu Perdican mit dem Leben bezahlt. Denn sie hat – als Einzige – geliebt und nicht nicht nur mit der Liebe gespielt.
Premiere: 5. Juni 2009, 20.30
weitere Vorstellungen: 6., 10., 12, 13., 24., 26. + 27. Juni 2009, 20.30
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Création Serner. Ein Dada-Abend.
Les Trucs, demi-monde, l'amour, l'amour
Exhumation littéraire par Mme. Heuser et M. Penewski
Musique: A Gogo
Mise en scène: Rachmaninow
Assistante à la mis en scène: Adriana Kocijan
Décor: Ivan Grosnijj
Costumes: Annenkov
Fourrures: Cora Fisch
Maquillages et masques: Andrea Kaiser assisté par Jean Cocteau
Lumière: Meyerhod
Souffleuse: Margarete Rutherford
Ein Drahseilakt ohne Netz
Aus Anlass des 120. Geburtstages von Walter Serner (1889-1942) haben Renate Heuser und Peter Penewski aus dem vielfältigen, facettenreichen Oeuvre des Dichters eine Montage geschaffen. Die Arbeit an dieser Zusammenstellung war für sie ein lustvolles Entdecken des Sernerschen Stils: Ein Stil, der knapp, elegant, provokativ, geistvoll und widersprüchlich ist. Sein vergebliches Bemühen, ein Publikum zu erreichen, das sein Werk verstand und würdigen konnte, berührte uns.
Ohne Vergangenheit keine Zukunft (Madame de Stael)
DIE AUFFÜHRUNG FINDET IN DEUTSCHER SPRACHE STATT!
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Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
von Peter Hacks
mit: Marina Matthias
Regie: Volker Lippmann
„Es wäre ein herrliches Schauspiel, zu sehen, wie die Welt sich in dieser Seele spiegelt. Sie sieht die Welt, wie sie ist, und doch durch das Medium der Liebe.”
Wissen Sie nicht, dass wir Frauenpersonen lieben müssen, wo wir nicht siegen können?
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Karneval
von Jordi Galceranmit Kerstin Fischer, Marcel Batangtaris, Mark Zak, Sandra Kouba,Annika Weitershagen
Regie Wolfram Zimmermann
Ein Kind ist verschwunden. Kommissarin María Garralda beginnt gerade, nach dem Kind zu suchen, als dieses auf einer Internetseite auftaucht. Die als Hexe maskierte Entführerin befestigt – sozusagen vor den Augen der Weltöffentlichkeit – Sprengsätze an den Pfosten des Kinderbettes und gibt den Ermittlern exakt dreißig Minuten, um den Fall zu lösen. Die Suche nach der Realität hinter dem Bild beginnt. Können wir sicher sein, fragt der katalanische Erfolgsautor Jordi Galceran in seinem neuen Stück, dass die Bilder, die wir zu sehen bekommen, die Realität widerspiegeln? Was ist in einer zunehmend virtuellen Welt Realität? Wie ist Liebe in einer Welt von Zufall und Täuschung möglich?
Ein atemberaubender Psychokrimi auf höchstem Niveau.
Eine Produktion des "Ensemble Kassenschlager"
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Die Braut von Messina
DIE BRAUT VON MESSINATrauerspiel mit Chören
von Friedrich Schiller
Textfassung: Günter Overmann
Regie: Volker Lippmann + Günter Overmann
Videokunst: André Lehnert
Kostüme: Dejan Radulovic
mit: Gisela Nohl, André Lehnert, Carsten Stumpe, Sandra Kouba, Gila Abutalebi, Gabriele Kosack, Günter Overmann
Die Geschichte klingt, als sei sie direkt einer Seifenoper entnommen: Zwei Brüder verlieben sich unabhängig von einander in das gleiche Mädchen, das aber ist ihre Schwester. Der Kampf der Brüder um das Mädchen endet tödlich – und damit erfüllt sich die Prophezeihung, die dem Vater der drei bei der Geburt des Mädchens gemacht wurde: Sie werde das Geschlecht zerstören.
Ist schon der schillersche Text eine Art Cross-Over aus zwei Zeitebenen, der klassischen antiken und der klassischen deutschen, gesellt sich heutzutage noch eine dritte dazu - die der Gegenwart.
Ein theatralisches Experiment im Vorgriff auf Schillers 250. Geburtstag im Jahre 2009
Diese Aufführung wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln
ACHTUNG! WEITERE TERMINE AB SEPTEMBER 09!!
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Die Nacht kurz vor den Wäldern
von Bernard-Marie Koltèsmit Marcus M. Mies
Regie Karsten Schönwald
Wer kennt sie nicht, die spleenigen Mitbürger, die laut schreiend auf der Straße umherirren und mitunter wild gestikulierend um sich schlagen, die einen ansprechen, ohne wirklich ein Gespräch zu suchen, die einen aufhalten, ohne dass sie im Weg stehen, die Verlassenen, Verstörten, Außenseiter der Gesellschaft. Einen Einblick in das Seelenleben einer solchen Person verschafft Koltès Theatermonolog, mit dem ihm beim Festival von Avignon 1977 der große Durchbruch als Dramatiker gelang.Stets auf der Suche nach so etwas wie Heimatgefühl, spricht der Fremde in „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ ununterbrochen von sich, ohne sich zu kennen, schwankt zwischen extremer Einsamkeit und gleichzeitiger Euphorie – Widerspruch und Einheit zugleich, untermalt durch den Klangteppich einer Großstadt bei Nacht.
Auszug aus PRESSE- und ZUSCHAUERSTIMMEN:
... Poesie der Ausgestoßenen auf der Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis … aus Feinarbeit an Sprachmelodie und Ausdruck … Marcus M. Mies als einziger Akteur auf der Bühne geht mit großer Selbstbeherrschung und Konzentration vor und vermittelt so überzeugend die existenzielle Fremdheit seiner Figur … ein realistisches Bild vom selbstgesprächeführenden Stadtstreicher … fesselnd und absolut empfehlenswert.
Christian Bos, KStA, 02.12.08
... Die ungeheuer dichte Inszenierung von Karsten Schönwald überzeugt in jedem Moment, macht die verschiedenen Ebenen des Stückes deutlich ... Der Regisseur hat seinem Schauspieler, Marcus M. Mies, viel Raum gelassen, seine großartige differenzierte Interpretation zu erarbeiten ... lässt bereits jetzt an die großen Monologe von Klaus Kinski denken. Mies zieht den Zuschauer so in seinen Bann, dass der keine Chance hat, das Bühnengeschehen auch nur einen Augenblick außer Acht zu lassen. Neben den ernsten, konzentrierten Teilen gibt es durchaus poetische und tragikomische Momente auf dem schmalen Grat zwischen Drama und Groteske. 75 intensive Minuten lang ...
Marion Schneider, www.koeln-magazin.info/koeln_news.html, 02-12-08
Verzweiflung am Rande der Gesellschaft ... eindringliches Solostück über Obdachlosigkeit ... erschütternde Milieustudie ... Schauspieler Marcus M. Mies stellt den Obdachlosen - unter der Regie von Karsten Schönwald vom theater24 - so authentisch dar, dass es den Zuschauern den Atem verschlägt ... >Er zeigt es genau so erbarmungslos, wie es ist<, kommentiert eine Zuschauerin das Stück. Dieser Abend wird nicht nur ihr noch lange im Gedächtnis haften.
Anja Elsen, KStA, 04.12.08
Eine Produktion von theater24
Weitere Informationen unter www.theater24.net
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Der kleine Prinz
von Antoine de Saint-Exupéry,
Textfassung: Bernd Klepin
Regie: Volker Lippmann
mit Gila Abutalebi, Marcus M. Mies, Volker Lippmann
das mit Abstand bekannteste Werk des französischen Fliegers und Schriftstellers, ist ein Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit. Und damit weit mehr als ein Kinderbuch, es ist ein modernes Märchen, das die Welterkenntnis und die tiefe Moralität seines Autors widerspiegelt.
Der Erzähler, nach einer Panne in der Sahara notgelandet, trifft auf den kleinen Prinzen – der nicht von der Erde, sondern von einem Asteroiden stammt und auf seiner Reise durch das Universum einige sehr merkwürdige Menschen kennengelernt hat: Den einsamen, aber unbedingte Autorität verlangenden König, den Bewunderung fordernden Eitlen, den dumpfen Trinker, den Geschäftsmann, den Laternenanzünder und den Geografen. Dieser hat dem kleinen Prinzen empfohlen, zur Erde zu kommen. Wo er den Fuchs trifft, der ihm sein – berühmt gewordenes – Geheimnis verrät: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“
Nach den Berichten des Prinzen von seinen Reisen stellen er und der Erzähler fest, dass sie den letzten Tropfen Wasser ausgetrunken haben. Sie machen sich auf die Suche nach einem Brunnen, den sie finden – wo der kleine Prinz aber von einer Schlange gebissen wird, lautlos in den Sand fällt und am nächsten Morgen verschwunden ist. Dem Erzähler, der sein Flugzeug repariert hat, gibt er mit auf den Weg nach Hause: „Man soll nicht traurig sein um solche alten Hüllen.“
Premiere: 7.5.08, 20:30 h
Weitere Termine ab September 08
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Femme Fatale
von Debbie Isittmit Gila Abutalebi und Volker Lippmann
Regie: Bernd Klepin
Georgia und Jimmy leben seit zehn Jahren in harmonischer Ehe, in der es höchstens zum Streit kommt über die Frage, wer wann das Auto nehmen darf. Doch eines Tages bemerkt Georgia, dass Jimmy die unbezwingbare Neigung hat, heimlich Frauenwäsche und Kleider anzuziehen...
Nach »Gatte gegrillt«, der erfolgreichen Weihnachts-Produktion von vor zwei Jahren ein weiterer Hit von Debbie Isitt: Eine rasante Komödie um Geschlechtertausch und die Frage: Warum kannst du nicht normal sein ...
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Mutterlos
von Laura Bravomit Svenja Niekerken, Theresa Hupp, Tammy Reichling,
Nadine Salomon
Regie: Laura Bravo
Premiere 20. August 08
weitere Termine 21./22. August und 03./04./05./06 September jeweis 20.30 h
Lisanne hat einen starken Willen und ein konkretes Ziel: sie möchte selbst bestimmen, wie und wann sie stirbt. Mara, eine ihrer Pflegerinnen, kommt ihr emotional sehr nahe. Ihr zunächst freundschaftliches Verhältnis entwickelt sich schnell zu einer Bindung, die die Außenwelt erschüttert. Die Schicksale zweier Frauen, die niemals einander begegnen sollten, kreuzen sich und hinterlassen Spuren. Ist es Liebe oder nicht? Das entscheiden allein Sie. Mutterseelenallein, mutterlos.
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Clockwork Orange
von Anthony Burgess
Premiere 13.2.2008
Regie: Volker Lippmann
Bühne: Peter Busmann
mit: Philipp Danne, Gila Abutalebi, Matthias van den Berg, Björn Gödde, Gabriele Kosack, Volker Lippmann, Marcus M. Mies, Janosch Roloff, Stephan Tacke-Unterberg
Die Geschichte ist aus dem Film von Stanley Kubrick bekannt: Alex, 17 und mit kleinbürgerlichem Hintergrund, der Beethovens neunte Symphonie liebt, ist der führende Kopf einer Jugendbande mit einem schockierenden Gewaltpotenzial – in der Nacht ziehen sie los, rauben, stehlen, vergewaltigen. Bei einer ihrer nächtlichen Einbruchstouren wird er nach einem Machtkampf in seiner eigenen Gang von dieser denunziert und auf frischer Tat ertappt. Woraufhin er in einer Besserungsanstalt landet. In der Haft wird er – auf eigenen Wunsch – in einem gewagten Experiment einer Gehirnwäsche unterzogen, die zwar seine Aggressionen austreibt, ihn aber völlig apathisch macht, da er mit den Aggressionen auch den Kern seiner Identität verliert. Er wird zum hilflosen Opfer.
Dieser hellsichtige Text von Anthony Burgess (geschrieben 1962) treibt die Situation der Jugendlichen sowie die hilflosen Versuche des Staates, darauf zu reagieren, auf die Spitze. Dabei ist das, was 1962 noch Science Ficton war, heute bedrohlich nah an der Realität.
Neun Darsteller entschlacken die vielschichtige Geschichte zum Politstück. (...) Die Inszenierung arbeitet sowohl Aktukalität als auch humanistische Tiefe von Clockwork Orange stringent heraus. KStA 21.2.08
Diese Aufführung wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes NRW.
Wieder im Spielplan im Oktober 08!
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Die Bakchen
Drama von Euripides
Regie und Bühne: Volker Lippmann
Kostüme: Dejan Radulovic
Mit: Susanne Seuffert, Fabienne Hesse, Svenja Niekerken, Jutta Dolle, Marcus M. Mies, Arno Kempf, Matthias Rödder und Emanuel Fleischhacker
Diese Geschichte ist eine Geschichte des Rausches: Dionysos, der Gott des Weines,ist – in Menschengestalt – nach Theben zurückgekehrt,um sich an deren Bewohnern zu rächen,die seine Göttlichkeit nicht anerkennen.Eine Auseinandersetzung zum Thema Rausch zwischen Gier und Sucht, zwischen kreativen Höhenflügen und Absturz, im Spannungsfeld zwischen Wahn und Freiheit.
Diese Aufführung wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen
mit: Susanne Seuffert,Fabienne Hesse, Svenja Niekerken,Jutta Dolle, Marcus M. Mies,Arno Kempf, Matthias Rödder und Emanuel Fleischhacker
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Clockwork Orange

